Kommt es zu einer Übersäuerung des Organismus, könnte die Ernährungs- und Lebensweise eine Ursache dafür sein. Dann leidet das körperliche Wohlbefinden. Oft werden die Anzeichen jedoch nicht richtig gedeutet.

Der Säure-Basen-Haushalt spielt eine entscheidende Rolle für das körperliche Wohlbefinden. Oft ist eine ungesunde Lebensweise Auslöser für verschiedene Beschwerden, die durch eine Übersäuerung hervorgerufen werden. Dem sollte genau auf den Grund gegangen werden.

Azidose als Ursache verschiedenster Krankheitsbilder

Egal, ob Hals- oder Gelenkschmerzen – sobald die Beschwerden klar definiert werden können, ist ein passendes Medikament meist schnell gefunden. Allerdings vermuten die wenigsten Menschen hinter den Erkrankungen eine Übersäuerung. Ist der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gebracht, können diverse Beschwerden entstehen. Oft wird eine sogenannte Azidose durch eine ungesunde Lebensweise hervorgerufen. Stress, mangelnde Bewegung und eine unausgewogene Ernährung können Ursachen dafür sein.

Eine Übersäuerung führt oft zu körperlichen Beschwerden. Das größte Problem dabei ist, dass die Azidose am Anfang meist gar nicht wahrgenommen wird. Die Symptome sind kaum erkennbar. Erste Anzeichen für eine länger andauernde Übersäuerung sind Müdigkeit, Kraft- und Energielosigkeit. Wer bei Übersäuerung direkt an Sodbrennen denkt, hat ein mögliches Symptom der Azidose erkannt. Allerdings ist Sodbrennen nicht mit einer Übersäuerung gleichzusetzen.

Sowohl Atmung, Hormonproduktion und Kreislauf, als auch die Verdauung arbeiten kontinuierlich daran, den Säure-Basen-Haushalt in gesundem Gleichgewicht zu halten. Sie bestimmen den pH-Wert im Körper.

Häufig bildet die Ernährung die Hauptursache für die Übersäuerung. Wer viele tierische Eiweiße zu sich nimmt, Milch, Süßspeisen, Kaffee, Alkohol, Softdrinks, Nikotin und synthetische Lebensmittelzusätze konsumiert, läuft Gefahr, seinen Körper mit Säuren zu überfluten. Hinzu kommt häufig eine ungesunde Lebensweise mit wenig Bewegung oder übertriebenen Sporteinheiten, viel Stress, Problemen und Ängsten.

Ernährungsumstellung für den Ausgleich

Eine Ernährungsumstellung kann oft schon kleine Wunder bewirken. Auch ein bewusster Lebensstil mit ausgeglichener Work-Life-Balance beugt der Azidose vor oder wirkt sogar entgegen.

Aus Übersäuerung kann langfristig ein chronischer Mineralstoffmangel werden. Dann fehlen wichtige Stoffe wie Kalzium oder Magnesium, was wiederum Knochen, Zähnen und Bindegewebe schadet. Fertigprodukte und Genussmittel, Weißmehl und Zucker sind besonders schädlich für den Säure-Basen-Haushalt. Wer hier bewusst verzichtet, tut seinem Körper auf einfache Weise Gutes. Vor allem frische pflanzliche Lebensmittel sind Hauptbestandteil basischer Ernährung.

Obwohl Obst, Gemüse, Nüsse und frische Kräuter in jedem Supermarkt zu finden sind, gibt es immer mehr Menschen, die an Übersäuerung leiden. Das liegt vor allem daran, dass viele Lebensmittel einen deutlich reduzierten Gehalt an Mikronährstoffen haben. Lagerungsmethoden, industrielle Weiterverarbeitung oder nährstoffarme Böden können Ursachen dafür sein. Durch die moderne, oft hektische Lebensweise ist der Körper aber auf deutlich mehr Nährstoffe angewiesen, als noch vor einigen Jahren. Mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln kann dieses Defizit ausgeglichen werden. Allerdings ist hier darauf zu achten, eine Über- bzw. Unterdosierung zu vermeiden. Ein einfaches Mittel, um gegen Übersäuerung anzugehen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Regelmäßige Bewegung und frische Luft sind dabei ebenso wichtig, wie stressfreie Zeit. Um der Übersäuerung so richtig an den Kragen zu gehen, hilft eine Basenkur.

Bildurheber: sablin