Schon Hildegard von Bingen hat die Wichtigkeit der Darmgesundheit erkannt und entsprechende Rezepte zusammengestellt. Mit Hilfe verschiedener Kuren half sie den Menschen bei der Entgiftung und Selbstreinigung.

Hildegard von Bingen gilt als wichtige Naturheilkundlerin, deren Rezepte noch heute Anwendung finden. Eine von ihr zusammengestellte Kur ist die Bärwurz-Birnhonig-Kur, die dem Körper die Selbstreinigung erleichtern und die Darmgesundheit fördern soll.

Selbstreinigung und Entgiftung für einen gesunden Darm

Schon zu ihren Lebzeiten fand Hildegard von Bingen heraus, dass die Selbstreinigungskräfte im Körper des Menschen regelmäßig aktiviert und mit Hilfe von Heilpflanzen unterstützt werden müssen. Die gelehrte Benediktinerin entwickelte verschiedene Kuren, um die Gesundheit der Menschen zu verbessern oder wiederherzustellen. Kräuter und Heilpflanzen bildeten die Basis dafür.

Die Bärwurz-Birnhonig-Kur ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sie soll entgiften und entschlacken und den Darm gleichzeitig auf schonende Weise reinigen. Außerdem kann sie auch Migränepatienten Linderung verschaffen. Dazu wird der sogenannte „goldene Brei“ aus einfachen Zutaten hergestellt. Ein Kilo Birnen, 175 Gramm Honig und 70 Gramm Bärwurz-Birnhonig-Mischpulver bilden die Bestandteile der entschlackenden Kur. Um diese zuzubereiten, werden die Birnen halbiert und weich gekocht. Der Honig wird erhitzt und anschließend abgeschäumt. Nun werden alle Zutaten miteinander vermischt und gut zerstampft. Danach wird die Kur in Gläser abgefüllt. Drei Wochen lang wird die Bärwurz-Birnhonig-Kur nun durchgeführt. Jeweils ein Teelöffel morgens, zwei Teelöffel mittags und drei Teelöffel abends sollen die gewünschte Wirkung erzielen.

Hildegard von Bingen empfiehlt den Herbst zur Durchführung dieser Entschlackungskur. Denn in dieser Jahreszeit sind die Birnen frisch und reif. Die Naturheilkundlerin riet vom Verzehr roher Birnen stets ab. Nur in weich gekochtem Zustand sollten die Früchte entschlackend wirken und sehr bekömmlich sein. Außerdem gab die Benediktinerin strikte Anweisungen zur Einnahme. So sollte das Birnenmus so lange im Mund bleiben, bis es die normale Körpertemperatur erreicht hatte. Erst dann durfte es geschluckt werden. Sie war fest davon überzeugt, dass dies den gewünschten Effekt verstärken würde.

Bildurheber: Marta Dzedyshko