Nachtschicht erhöht Risiko für Darmkrebs

Nachtschicht erhöht Risiko für Darmkrebs

Zu einem gesunden Darm gehören vor allem gesunde Ernährung und viel Bewegung. Wie eine aktuelle Studie jetzt aber herausfand, haben zusätzlich auch die Arbeitszeiten einen Einfluss auf die Darmgesundheit. Bei regelmäßiger Arbeit in der Nacht zeigt sich das Risiko für Darmkrebs erhöht.

In einer neuen Studie internationaler Wissenschaftler zeigte sich durch langfristiges Arbeiten in der Nachtschicht ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Das Team von Forschern aus Österreich, China und den USA untersuchte 190.810 Frauen über 24 Jahre hinweg und analysierte den Zusammenhang zwischen dem Darmkrebsrisiko und den Arbeitszeiten der Frauen. Diese waren alle seit mehreren Jahren als Krankenschwester tätig und arbeiteten in wechselnden Schichten tagsüber und nachts. Nachtschicht wurde dabei von den Forschern als eine Arbeit von mindestens drei Nächten im Monat definiert.

Dabei wurde unter den 1965 während dem Untersuchungszeitraum tatsächlich an Darmkrebs erkrankten Frauen ein Zusammenhang zwischen der Dauer des Schichtdienstes und dem Darmkrebsrisiko festgestellt. Es zeigte sich ein erhöhtes Risiko von 60% für einen Tumor im Enddarm bei einer langjährigen Nachtschicht von mindestens 15 Jahren. Das Risiko für einen Tumor im Dickdarm dagegen war nicht abhängig von der Arbeit in der Nachtschicht.

Mögliche Gründe für das erhöhte Risiko

Ein möglicher Grund für ein erhöhtes Darmkrebsrisiko könnte sein, dass bei der Nachtarbeit häufiger unregelmäßige Nahrung in Form von kleinen ungesunden Snacks zu sich genommen wird, als bei der Arbeit tagsüber. Dies könnte wiederum die Verdauung beeinflussen und dann gerade über einen längeren Zeitraum entsprechende Auswirkungen auf den Darm haben. Außerdem ist eine Nachtschicht oft mit Stress verbunden, was ebenfalls zu Beeinträchtigungen der Darmgesundheit führen kann.

Um das Risiko für Darmkrebs zu mindern und das körperliche Wohlbefinden beizubehalten, sollte man also trotz Arbeit in der Nacht auf einen entsprechenden Ausgleich durch gesunde, ausgewogenen Ernährung setzen. Außerdem hilft es, sportlichen Aktivitäten nachzugehen und sich um ausreichend Bewegung in der frischen Luft zu kümmern.

Bildurheber: bialasiewicz / 123RF Standard-Bild

Author: vd

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